Περιστέρια από τις Σέρρες

Heute geht es mal um die Sturz-und Drehsturztauben

Sturz-und Drehsturztauben sind Tauben, die einem sehr schnell Adrenalin in die Blutbahnen schießen lassen können. Hat man solche Tauben schon ein Mal gehabt, kommt man nicht mehr davon los. Denn man kann mit wenigen Exemplaren auf kleinstem Raum, sehr viel Spaß haben. Egal ob Wammen, Wuta, Anevatorias, Mazedonische Drehtauben, griechische Dunek, türkische Dönek oder Kelebek um mal nur einige zu nennen. Denn es gibt noch viel, viel mehr.. was diese Flug-Dreh-Sturzart angeht.

 

Sind aber vielleicht Tauben nicht für jedermann. Denn normal sind es nur wenige Minuten…… Flugzeit; und es folgt abschließend in wenigen Sekunden, ein rasanter Sturz. Gerade auf das richtige Droppen kommt es an, wie und wann man seine Tauben herunter holt. Egal ob aus 50 Meter oder 350 Meter Höhe. Man braucht ein gewisses Feeling dafür. Ein Gefühl, etwas Sachverstand was einem seine Tauben in der Luft mitteilen wollen. Trainiert man täglich, entsteht zwischen Züchter und Taube ein Verhältnis. Es liegt nun am Züchter selbst wie er die Zeichen seiner Schützlinge deutet. Das allerwichtigste meiner Meinung nach, ist aber…. das Einfliegen, deren jungen Tauben. Da ich vor einiger Zeit beschlossen habe nur noch für mich Tauben zu züchten und zu fliegen, möchte ich natürlich solche Rassen, die richtig Spaß machen….. wieder haben. So kam es, dass ich Ausschau hielt nach Drehsturztauben, Dönek oder Dunek.

Im Internet wurde ich dann fündig, in Sachen Dunek.

Züchter solcher Rassen kenne ich schon einige, aber ich bin manchmal so neugierig, wenn ich im Internet Interessesante Bilder sehe, da wird man …ich schon mal schwach. Es dauerte dann noch 3 Wochen bis zum eigentlichen Termin…. um die Züchter und Tauben hautnah zu sehen und fühlen.    

 

Unmittelbar kurz vor Heiligabend war es dann soweit. Mein Freund Uwe Muth aus Pforzheim Birkenfeld, den ich Zuhause abholte…. fuhr mit ins nahgelegene Schwabenländle. Unser Ziel sollte Korntal-Münchingen sein. Telefonisch wusste ich, dass der bzw. die Züchter unseres Ausfluges…… uns Uwe und mich persönlich kannten. Persönlich vor einigen Jahren in Zang hatten wir schon unseren ersten Kontakt. Per Zufall nun unsere zweites aufeinander treffen, der Tauben wegen. Mit den beiden Namen konnte ich am Telefon eigentlich nicht so viel anfangen, aber ein Blick in Korntal-Münchingen aus dem Auto und es klingelte. Nein nicht das Telefon, sondern.. dass wir uns persönlich kennen.

Der erste Züchter der uns begrüßte Matze: alias Mathias Stiansny aus Möglingen, Kreis Ludwigsburg. Schon von außen sieht man seine luftigen Zucht- und Flugschläge. Ach so, ich muss noch erwähnen, dass beide Züchter in einem Kleintierzuchtverein ihre schönen Anlagen sprich Taubenschläge haben.

Bei Mathias bilderbuchmäßige Standardtauben, Altenburger Trommeltauben in erbsgelb um den Vereinsstatuten Genüge zu tun. Außerdem tummeln sich noch Originale Wuta`s aus der Gegend um Thessaloniki´s, die sein Zuchtfreund, der dann auch hinzukam… mit nach Deutschland brachte.  

 

 

 

Stergios Giorgkas aus Serres Griechenland (Kastaniendorf) begrüßte uns auf herzlichste. Bei allerherrlichstem Wetter bei Sonnenschein… wohlgemerkt am 20. Dezember des Jahres 2015, kein Wind, keine Greife in Sicht, ließ Matthias seine Wutas steigen. Da Matze tagtäglich immer in Spätschicht, als Obst-und Gemüse-Fahrer und Verkäufer unterwegs… fehlt ihm natürlich die Zeit um seine Sturzflugtauben regelmäßig oder täglich zu fliegen. Aber trotz allem, zeigten sie uns einen recht schnellen Aufstieg und ebenso herrlichen Sturz. Geflogen wurden 7 junge Wuta´s aus 2015, gedroppt wurden sie mit den Eltern, also den Zuchttauben.

 

 

Trotz unregelmäßigem Training konnten wir die Qualität seiner Originalen bestätigen. 3 Zuchtpaare nennt Matze sein eigen, wie gesagt…alle Original aus Thessaloniki importiert. Eine Täubin fiel mir darunter auf, denn sie war etwas zierlicher, feiner… ein ganz…. kleiner Tick kleiner. Ja sagte Matze, das sei die Neuere Ausrichtung in Griechenland es sei eine Anevatoria. Ich für mich dachte, schade, man hat nun 5 ganz tolle Wuta, der alten Linie und nun wird die Nachzucht verändert mit einer einzigen Täubin.

 

Denn der Unterschied ist doch enorm, was der ganze Flugstil angeht. Wuta steigen kreisförmig auf und Anevatoria steigen in etwa wie Nikolajewer Hochflieger auf, also fast senkrecht, viel, viel kraftraubender, deshalb auch der etwas unterschiedliche Körper. . . Auch der Sturz ist etwas unterschiedlich. Genaueres könnten uns aber Züchter dieser Rassen erzählen, denn diese beiden Rassen hatte ich persönlich noch nicht. Betonung liegt auf noch nicht!   

   

Nun ging es eine Anlage weiter zu Stergios Giorgkas. Stergios wie gesagt aus Serres Griechenland. Serres liegt ca. 80 KM von Thessaloniki entfernt. Stergios schon viele Jahre wohnhaft in Enzweihingen, arbeitet er im Schichtdienst bei Mann Filter in Ludwigsburg. Trotz großer Kraftanstrengung, Schichtdienst, Zuchtanlage außerhalb-also seine Tauben nicht zuhause, Familie und Kinder versucht er täglich seine gefiederten Ausnahmeflieger zu trainieren. Selbst jetzt im Dezember kurz vor  Heiligabend.

 

Zu unserem/ meinem Glück. Denn ich wollte die Katze ja nicht im Sack kaufen, wie man so schön sagt. Seine Rassetauben, die er mit großem Erfolg züchtet …..sind Orientalische Roller in Rot und Schwarz, außerdem züchtet er noch Coburger Lerchen. Bis vor wenigen Wochen hatte er sogar noch offiziell mit Brieftauben gereist. Da haben es ihm ganz besonders die Stichelbauts angetan. Da das Hobby Brieftauben aber doch recht zeitaufwendig hat er für sich entschieden, mit diesem seinem allerersten Hobby noch aus Griechenland Zeiten, aufzuhören. Bei unserem Besuch war nur noch ein Brieftauben-Altpaar zu sehen, das ihm zu sehr am Herzen hing, den Rest seiner Brieftauben hat er aber alle abgegeben. Das heißt also, Stergios kennt alle Tricks im Umgang, Haltung, Zucht, Mittelchen über und unterm Tisch, Impfungen, Futter, Tierärzte einfach alles. In Stergios Anlage wurde extra ein kleiner Raum gemütlich eingerichtet um Freunden auch mal auf eine Tasse Kaffee anzubieten. Und in diesem Raum lag doch noch so manches Prospekt aus alten Brieftaubentagen herum. Auch eins von Henk de Weerd. BT -Züchter kennen ihn ganz bestimmt.

 

Nun weiter bei Stergios:    

Sein ganzer Stolz, sein griechischer National-Stolz sind aber griechische Dunek, griechische Bango`s, Algurug-Dunek und Galatzer Dunek.

 

Letzteres beides Rassen, die ich noch nie in meinem Leben gesehen oder überhaupt davon gehört habe.

 

Aber zuerst noch etwas über Stergios selbst. Stergios ca. 50 Jahre alt (Schätzung), das heißt 43 Jahre Taubenzucht!!  

In seinen Adern fließt Taubenblut in dritter Generation. Vater, Großvater beides Dunekzüchter und Onkel alles Taubenzüchter durch und durch. Da blieb es ja nicht aus, dass klein Stergios mit ungefähr sieben Jahren, mit dem Virus „Tauben“ infiziert wurde und auch Duneks haben wollte. Leider wurde Stergios Wunsch ausgerechnet von seinem eigenen Vater zunächst nicht erfüllt, aber auch nicht verboten.

 

Da aber der Onkel schon damals Stergios Ehrgeiz vernahm, dachte er ich werde meinem Neffen mal auf die Sprünge helfen und auch den Schwager etwas foppen. So kam es dann, dass klein Stergios Bretter/ Holzplatten aus alten Kisten bekam und mithilfe des Onkels entstand recht schnell ein ansehnlicher Taubenschlag, geduldet vom Vater! Da aber der Onkel Brieftaubenzüchter war, bekam klein Stergios zunächst erst ein Mal Brieftauben, obwohl er ja eigentlich wie sein Vater… Dunekzüchter werden wollte. Im Laufe der Zeit…. nach einigen Erfolgen in der Brieftaubenzucht, haben alle in Familie gesehen, vornehmlich der Vater, dass Stergios den familiär bedingten typischen Taubenzüchtervirus in sich trug……. wie all seine Vorfahren!

 

D a n n . k a m . e s . w i e .  e s . k o m m e n . m u s s t e . o d e r . s o l l t e.

 

Stergios bekam nun von seinem Vater noch mehr Bretter und Holztafeln und Ruck Zuck entstanden noch mehr Schläge, aber diesmal wurden sie mit Duneks von Vater und Großvater besetzt.

Von da an ab gab es für Stergios kein Halten mehr. Alle Kniffe und Tricks, was die Dunek angeht wurden von klein Stergios regelrecht eingesogen/ verinnerlicht.

Mit all seinem Wissen ging es dann irgendwann Richtung Deutschland und mit ihm auch seine Dunek. Damals konnte er noch Tauben im Flugzeug mitnehmen, was heute so in der Form nicht mehr geht. Und doch gehen jährlich einige Tauben vornehmlich natürlich Dunek aus den allerbesten Zuchtlinien Griechenlands, gen Deutschland.      

                     

Und aus diesem Genpool durfte ich nun schöpfen.

 

Was soll ich sagen, Stergios flog uns fast all seine Dunek vor. Egal ob Flug-oder Zuchttiere, ob Solo ohne Begleittaube oder im 3-er Stich bei herrlichstem Sonnenschein, wo sich doch jeder vernünftige Mensch zurzeit in die Hosen machen würde, wegen den Greifvögeln. Zwischendurch gab es einen leckeren Kaffee, den Mathias extra mit einigen süßen Weihnachtsstückchen (Plätzchen) aufpeppte.

 

In Stergios Aufenthaltsraum hing ein Plakat an der Tür, von seinem Heimatverein, das er ein Mal aus Griechenland mitbrachte. Um dieses Plakat zu fotografieren, stand ich zwischendurch auf… brachte mich in Position um es abzulichten und ohha auf ein Mal schmooorte meine Jacke. Ich sah zwar vorher den brennenden Gasschirm, aber in diesem Moment, eben nicht. Also war meine neue Jacke am A……….h

Nach zwei leckeren Kaffee`s und ganz viel Gesprächsstoff über Tauben hauptsächlich Duneks, hat Stergios uns seine Duneks alle noch ein Mal vorgeflogen. Recht schnell hat Stergios gemerkt, dass ich gesehen habe, dass die Duneks unterschiedlich gedreht haben.

 

Auf Nachfrage hat Stergios mir erzählt, dass das Zuchtziel bei den Duneks beim Drehsturz: A.: Brust raus drücken und mit enganliegenden Schwingen bevorzugt werden. Man muss auch sagen, nicht jeder sieht beim Dreh-Sturz eines fleißigen Duneks, was er beim Sturz gerade zeigt. Das ist die eine Linie und zum anderen hat er aber immer noch eine, seine ganz alte Linie…. die noch auf seine Vorfahren: Vater, Großvater zurück gehen.

 

B.: Und zwar drehen sie auch recht schnell. Jedoch sind die Flügel beim Drehsturz jeweils rechtwinklig zum Körper und die Schwingen etwas offen. 

   

Um eine mögliche Drehsturzsteigerung zu erzielen… werden von Stergios aber auch sogenannte Gebrauchskreuzungen zw. A. und B. – Linie gezüchtet und aufs härtestes getestet und ausselektiert.

 

Ohne Selektion so Stergios gibt es keine Zukunft!!

 

Wahre Worte, leider können und machen das nicht alle Züchter.

 

Eins möchte ich aber hier noch einfügen:

 

Das allerschönste für Stergios, dass sein 15-jähriger Sohn auch schon in seine Fußstapfen tritt, was die Dunek-Zucht und den Flug angeht. Was sich für uns so gezeigt hat, dass sein Sohn seinen eigenen Schlag und auch Dunek-Tauben hat. Super!

 

 

 

Da wir nun doch schon einige herrliche Stunden bei Sonnenschein- Wetter bei Mathias und Stergios verbrachten, kamen wir nun zum Abschluss. Ich wollte so 5- 6 junge Duneks kaufen. Ich bekam natürlich welche, aber anstatt 5-6 wurden es dann 4 Paare für die Zucht geeignet, die Stergios auf dem Papier gleich mal zusammen gestellt hat.  Auch sie beinhalten Blut aus dreierlei Linien.

 

Vielen Dank Mathias und Stergios für die schönen Stunden, die wir bei euch verbringen durften und die super Flüge und Tauben.

 

Ach so halt, beinah hätte ich noch etwas Wichtiges vergessen: Und zwar die beiden griechischen Flug-Rassen, die Stergios noch züchtet.

 

Zum einen die Galatzer Dunek (belatscht) sie werden in Griechenland… als Hochflieger gezüchtet und geflogen.

 

Zum anderen die Algurug Dunek, ihr Verhalten ist so ungefähr wie die Tiltauben in den Niederlanden. Sie bringen andere Tauben mit nach Hause. Was ich von der Größe und Statur her, fast nicht glauben kann.

 

Aber Uwe und ich werden das mit großer Sicherheit in 2016 noch mal Live erleben.

Dezember 2015

Fredi Liebgott

Galatzer Dunek
Galatzer Dunek
Algurug Dunek
Algurug Dunek

Hallo,

du hast eine Nachricht über deine Jimdo-Seite http://www.frediliebgott.de/dunek/ erhalten:

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Name: Islanddonek

E-Mail: islanddonek@yahoo.de

Nachricht: Hallo Fredi,

die "Galatzer Dunek" und "Algurug" sind keine Dunek sondern Postes, eine Hochfliegerart aus Nordgriechenland, die zum Fangtaubensport (nicht nach Tilduivenart, sondern "klassisch") genutzt werden. "Galatia" und "Akkuyruk" sind Farbenschlagsbezeichnungen für "gemöncht" bzw. "weißschwänzig".

Gut Flug

Stergios Giorkas
Stergios Giorkas

Folgende Daten wurden übermittelt:
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Name: Mathias Stiasny

E-Mail: mathias.stiasny@web.de

Nachricht: Hallo Fredi,
super Bericht über einen schönen Taubennachmittag!!!
Diesen müssen wir im Frühling bzw. mal sonntags beim Taubenstammtisch wiederholen.

Mit sportlichem Gruß und allzeit gut Flug

Mathias Stiasny

 

Folgende Daten wurden übermittelt:
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Name: Peter Pernau

E-Mail: taubenfreund61@web.de

Nachricht: Hallo Fredi

So wie ich es von Dir gewohnt bin.. seit dem wir uns nun schon kennen ein sehr schöner Bericht und eine wahre Bereicherung. Aus Deinen Berichten habe ich ja fast mein ganzes Wissen über Kunstflugtauben bezogen, bekanntlicher Weise lernt man nie aus.
Auch bei mir ist eine neue Rasse und einige neue Farbenschläge hinzugekommen. Ich werde darüber zu gegebener Zeit berichten.

Gruß Peter