Wiener Gansel

Flug und Ausstellung

Enstehung , Unterschiede, Zucht  und Fütterung dieser sehr seltenen österreichischen Taubenrasse.

Text, Bilder: Hermann Hirtl (A), Peter Berger (CH), Roby Lung (Ingwiller Elsass), Johann Löschl (A)

und Text aus der Vienna Hompage

Hermann Hirtl Wien
Hermann Hirtl Wien

Herman Hirtl kommt aus Mistelbach,

das ist ca. 40 km von Wien entfernt.

 

Wien die Hauptstadt der Wiener Hochflugtauben

 

Das Gute am WWW……World Wide Web……. man kann in Sekundenschnelle mit Menschen kommunizieren, die tausende von Kilometern entfernt sind.

 

Forst/ Baden nach Mistelbach Österreich

763 KM...........

 

Seit vielen Jahren habe ich visuellen Kontakt zu Hermann Hirtl. Persönlich haben wir uns noch nie gesehen, außer auf Bildern. Seine große Leidenschaft, Hochflugtauben aus Österreich im speziellen vorrangig Wiener Hochflugtauben.

 

So nebenher pflegt er aber auch eher seltene Rassen aus der Wiener Taubenszene.

 

So zurzeit die Wiener Gansl`n.

 

Die Wiener Gansl die ich züchte kann man ausstellen, sind also im Rassestandart.  

 

Tauben habe ich schon seit ich 5 Jahre alt war. Zu den Tauben bin ich durch meinen Vater gekommen. Damals hatten wir Elsterkröpfer und zwar waren das noch richtige Bauernkröpfer, die ständig im Freiflug waren und bei den Hühnern und Enten mit gefressen haben. Auch das Feldern war bei diesen Tauben an der Tagesordnung.

 

Mein Vater züchtet die übrigens immer noch.

 

                                                                        Zeichnung Elsterkröpfer, Jean-Louis Frindel

 

Rassen hatte ich zuerst besagte Elsterkröpfer und Brieftauben. Da ich Tauben gerne fliegen sehe habe ich mich dann sehr für Flugtauben interessiert. Zu den Wiener Hochflugtauben bin ich nach einem Besuch auf dem Wiener Taubenmarkt gekommen. Dort lernte ich einige alte Jauker aus Wien und meine Leidenschaft war geweckt.

 

Ich hatte früher auch noch rote Wiener Weißschilder, schwarze Wiener Kiebitze, Wiener Fluggansel, Csepeler Tümmler und Birminghamroller. Im Moment züchte ich Wiener Hochflugtauben gekranzelt und gespritzt, Ungarische Deres, Budapester Hochflieger ein Paar schwarze Csapos und natürlich schwarze Wiener Gansel.

 

Meine größte Leidenschaft sind aber die Wiener Hochflugtaube die ich jetzt schon seit 20 Jahren züchte.

 

Peter Berger hat Wiener Hochflugtauben, die in der Farbbezeichnung geganselt sind. 

 

Wiener Gansel sind eine eigene anerkannte Rasse, die aus den früheren Wiener Fluggansel er züchtet wurden. Es ist eine kurzschnäblige Rasse für die Ausstellung, sie fliegen aber noch ganz gut…. wenn man sie lässt. Ich habe schon mehrmals Junge meiner Gansl mit den Wienern Hochflugtauben eingeflogen und sie fliegen zumindest als Jungtauben das volle Programm meiner Wiener Hochflugtauben mit. Im Alter ändert sich das dann. Da fliegen sie nicht mehr so lange.

 

So stellt man sich in Österreich ein perfektes Gansl vor. Leider haben die Deutschen Taubenzüchter es mal wieder übertrieben und haben der Rasse einen extrem kurzen Schnabel angezüchtet. Wir und speziell ich möchte aber, dass die Gansl ihre Jungen selber aufziehen und meine können das.

 

 

Nachfolgender Text ist aus der Vienna Homepage 

 

Wiener Gansel

Der kurzschnäblige Wiener Ganseltümmler, eine sehr zutrauliche und imposante Rassetaube. Nach vielfach vertretener Ansicht gehören Ganseltümmler zu den ältesten Taubenrassen. Ihre Zucht ist ungemein schwierig, es gehören langjährige Erfahrung und eine vollständige Kenntnis des Zuchtmaterials dazu, um Erfolge zu erreichen. Gelegenheitszüchter, die jede Rasse einmal züchten und deren es so viele gibt, werden damit wenig Freude erleben.

 

Die Aufzucht reinrassiger, allen standardmäßigen Anforderungen gerecht werdenden Tiere ist mühevoll, sie fordert vom Züchter Ausdauer und Geduld, er darf nicht den Mut verlieren, wenn Versuche durch Fehlpaarungen misslingen. Das ganze Geheimnis der Erfolge liegt hier wie anderwärts in der richtigen Zusammenstellung der Zuchtpaare, der mindestens Eltern oder Großeltern seiner Zuchttiere kennt. Gerade aber in diesem Spannenden und Erwartungsvollen liegt ihr eigentlicher Reiz und sollte niemanden abschrecken, denn die Schwierigkeiten, welche sich einstellen, sind für jeden strebsamen Züchter ein Ansporn zu weiterem Züchten und wer sich ihr erst richtig ergeben hat, bleibt ihr treu, trotzt aller Enttäuschungen. Dafür ist aber der Lohn umso größer, wenn er endlich Erfolg hat und mit Stolz und Freude wird er seine Tiere zur Ausstellung schicken. Er ist für seine Mühe vollauf belohnt, wenn die Tiere die wohlverdiente Anerkennung finden (in Form der üblichen Geldpreise).

 

Wie schon oben erwähnt, ist die Zucht infolge der außerordentlichen Verfeinerung der Rasse und der zu erzielenden erwünschten Zeichnung schwierig. Die derzeitige Zuchtrichtung verlangt bei allen kurzen Wiener Tümmler einen scharfmarkierten  Würfelkopf, die Breite soll in richtigem Verhältnis zur Kürze stehen, mit steil abfallender Stirn und mit der Schnabellinie einen rechten Winkel zeigen. In der Mitte des Scheitels ein Grübchen, das durch anatomische Gesetze des Hinterhauptknochen bedingt, von oben gesehen, ein stumpfwinkeliges Dreieck bildet. Der Hinterteil des Kopfes soll nach dem Hals zu senkrecht abfallen.

 

Der Schnabel kurz, dick, kolbig, an der Spitze stumpf, die Wurzel ziemlich breit, so dass die vollendeste Form die "maulartige" ist und die Schnabellinie mit der Kopfplatte parallel auslaufend ist. Die Farbe des Schnabels ist hell fleischfarbig, ein rein weißer Schnabel wird erstrebt. Nasenwarzen zart und weiß bepudert. Die Augenringe sind groß, flach,rot, gegen die Kopfplatte zu reichend, das innere Auge schwarzrot, sogenanntes Kirschauge, ausdrucksvoll herausliegendes Kugelauge. Es gereicht dem Tiere zu besonderem Vorteil, wenn der Hals an der Kehle einen leichten Bogen beschreibt, somit geschnürt ist, d.h. konisch verläuft.


Der Körper auf mittelhohe Beine stehend, lebhaft rot gefärbt mit lichten Zehennägeln. Die Zeichnung hat im Nacken keilförmig zu beginnen, sich der Brust zu allmählich zu verbreitern, dieselbe in ihrer Unterhälfte in schöner Rundung zu begrenzen und am Rücken eine Herzform darzustellen. Schwanz färbig, bei blau mit Talerbildung, alle anderen Körperteile, d.h. Kopf, Hals, Oberhälfte der Brust, der Bauch, die Flügeln, der untere Teil des Rückens, rein weiß. Leider gibt es zu wenige Idealisten, die sich der schwierigen aber interessanten und reizvollen Zucht annehmen.

Wiener Gansl Original Hermann Hirtl
Wiener Gansl Original Hermann Hirtl

Hermann`s Futter: Ich kaufe normales Futter für Brieftauben und eine Mischung für Kurzschnäbler. Die genaue Zusammenstellung kann ich dir gar nicht sagen. Der Rote Augenrand kommt am schönsten wenn sich die Tauben immer im Freien aufhalten können.

 

Die zwei nachfolgenden Bilder sind von Hermann Hirtl.

 

Solche Tauben die vorne offen sind braucht man auch unbedingt in der Gansl Zucht. Sie vererben gekreuzt mit Tauben die nur einen kleinen weißen Latz haben die beste Zeichnung. Wenn man diese Tauben in der Zucht ausmerzt…. hat man nach ein paar Generationen nur mehr Tauben mit weißem Kopf, sogenannte Fenstergucker.

 

 

 


Bild Hermann Hirtl
Bild Hermann Hirtl
Bild Hermann Hirtl
Bild Hermann Hirtl

Fluggansel

 

Peter Berger aus der Schweiz er hat Wiener Hochflugtauben die den geganselten Farbschlag haben. Diese Rasse oder Farbschlag der Wiener Hochflugtauben ist ausgestorben, wurde aber schon mehrfach wiedererzüchtet. Eigentlich ist es relativ einfach, man braucht nur zwei Geschwingte Wiener Hochflugtauben miteinander verpaaren und hat nach ein paar Generationen mehr oder weniger gut gezeichnete Gansl, da sich das Weiß bekanntlich ausbreitet.

 

Früher waren die geganselten Wiener Hochflugtauben die beliebtesten Flugtauben in Wien. Sie wurden damals Fluggansel genannt. Wurden aber dann von den besser fliegenden Hellstörchen, Dunkelstörchen und Schimmel verdrängt und sind dann nur mehr auf Schönheit gezüchtet worden. Wobei das Augenmerk auf eckigen Kopf, kurzen Schnabel und roten Augenrand gelegt wurde.

 

 

 

 

Hier habe ich ein altes Foto von einem schwarzen Fluggansel von 1809. Dieses Bild habe ich im Wiener Naturhistorischen Museum gemacht. Hier kannst du noch den alten originalen Typ der Gansl erkennen.

Früher habe ich auch Geganselte Wiener Hochflugtauben gezüchtet. Meine waren alle aus Geschwingten Wiener Hochflugtauben herausgezüchtet und ich hatte sie in allen Farben.

 

Früher waren die im Standard der Wiener Hochflugtauben enthalten nur vor einigen Jahren hat der Sonderverein SV14 und der Obmann davon Jens Passecker sie als neue Rasse anerkennen lassen. Und zwar als Altwiener Hochflugtauben geganselt.

Fluggansel Original Hermann Hirtl
Fluggansel Original Hermann Hirtl

Fluggansel,

Beschreibung                                                                                                          

Die Wiener Fluggansel, früher Wiener Blaugansel-Tümmler genannt, sind eine der ältesten Varianten der Wiener Flugtaube (Wiener Hochflieger). „Gansel“ oder „Gansl“ ist der in Wien gebräuchliche Ausdruck für die Gans. Der Name dieser kurzschnäbeligen Wiener Taubenrasse weist auf die Zeichnung der gescheckten Pommerngans hin, an die ihre Färbung erinnert.

 

Die lange Zuchtgeschichte dieser Rasse ist auch mit Stopfpräparaten im Naturhistorischen Museum Wien gut dokumentiert. In der Sammlung gibt es Exemplare, die Kaiser Franz I. besessen hatte.

 

Fluggansel Original Hermann Hirtl Wien
Fluggansel Original Hermann Hirtl Wien

 

Nun zu deinem Unterfangen „Wiener Gansel“!

Bei dieser Gelegenheit sehe ich mal ein Bild von Hermann Hirtl, mit dem ich doch oft korrespondiere, aber auch nicht persönlich kenne. Ich betreibe neuerdings auch die Vereinsseite flugtauben.ch und da suche ich immer Bilder von diversen Flugtaubenrassen. Dies so nebenbei!

 

Mittelschnäblige Fluggansel sind halt nicht so ganz einfach! Ich hatte 3 Paare von Richard Decker aus Fussach A , die zeichnungsmässig Spitze waren und auch so vererbten, aber mit dem Fliegen war halt gar nichts mehr.

 

 

(Die Kurzen sind nicht mein Ding. Sie gefallen mir schlicht nicht und ich unterstütze keine Rassen, die sich nicht selbst erhalten können, noch für den Freiflug ungeeignet sind, damit meine ich auch alle Tauben mit angezüchteten Behinderungen.)

 

 

Meine blaugespitzten Ausgangstiere sind Super Flieger, die, nach Wanderfalkenangriffen, auch solo weiterfliegen. Den daraus entstandenen Gansel zeigen aber gewisse fliegerische Abweichungen wie weites Streifen und schwierigere Eingewöhnungsphase überhaupt. Sie können einige Tage ausbleiben. Dafür haben sie, einmal eingewöhnt, ein besseres Heimfinde vermögen.  Das Problem ist nun fremdes Blut mit Top-Flugeigenschaften zu kriegen.

 

Meine ersten Gansel waren allesamt weiblich. Von Roby Lung und Wolfgang Nitzschke habe ich teilgeganselte Täuber aus Schwarzgespitzten erhalten. Meine Gansel sind nun mehr oder weniger verwandt. Ich bin gespannt, was sich da aufschlüsselt. Vor zwei Jahren habe ich einen Stich um die 20 Gansel geflogen, um sie mit meinen Hellstörchen zu vergleichen.

 

Es fehlt ihnen noch das gewisse Etwas, aber vielleicht bin ich zu anspruchsvoll! Jedenfalls sind sie äußerst temperamentvoll! Mit den Hellstörchen geflogen, unterscheiden sie sich nicht  und fliegen in der Regel die volle Dauer mit.

 

 

Um die Rasse wirklich wieder zu beleben, bräuchte es Züchter, die willens sind, sich dieser Aufgabe zu stellen und über genügend Platz verfügen. 

 

 

Ich hoffe, deine neue Seite weckt ebenso neue Interessenten! Ich habe dauernd Anfragen nach Ganseln, aber hier und dort ein Paar bringt natürlich nichts für die Rasse, sie dienen höchstens dem Züchter zur Freude, denn sie sehen ja wirklich hübsch aus.

 

 

Wir alle haben immer am gleichen Übel gelitten, dass wir uns immer wieder andere Rassen auf die Schläge geholt haben um sie für uns zu erproben.

 

Wer im Hochflug Erfolg haben will, darf sich aber nur einer einzigen Rasse widmen, oder dann höchstens verschiedenen Farbenschlägen, die identischen Flugstil aufweisen. Diesen Züchter suche ich, der sich am Projekt beteiligt und dann mal meine Gansel übernimmt.

 

 

Nachfolgend Links zu Peter Berger aus der Schweiz, der diese tolle Rasse wiederzüchtet hat zum fliegen aus geganselten Wiener Hochflugtauben.

 

http://www.hochflugtauben.ch/wp/?p=1721

 

Gansel, Bild und Taube von Peter Berger aus der Schweiz
Gansel, Bild und Taube von Peter Berger aus der Schweiz

 

Roby Lung,

ich habe 2 Paare sehr schöne Wiener in schwarz weiß gespitzt. Von
diesen fallen dann und wann außer schwarz weiß spitzer, einfarbige in
schwarz, rot und geganselt schwarz und rot. Die Zeichnung ist bei den
Gansel weit nicht so perfekt, als bei den Austeller`n. Die fliegen aber toll.

Die Fotos sind von den weiß spitzer und ein Foto unter den ganz weißen Wiener Hochflieger.

 



Der rote Täuber ist von Roby Lung und nun im Besitz von Peter Berger.

Bild und Eigentümer Roby Lung Ingwiller
Bild und Eigentümer Roby Lung Ingwiller

nachfolgende Bilder alle Hermann Hirtl (A)

Bild Hermann Hirtl
Bild Hermann Hirtl

Johann Löschl, (A)

Bin geb. Wiener und lebe jetzt in Niederösterreich im Bezirk Bruck an der Leitha

ca. 20 Km von Bratislava und ca. 30 Km von der Ungarischen Grenze entfernt.

Meine Ersten Tauben bekam ich von meinen Vater der selbst Brieftaubenzüchter ist .

 

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